Kategorie: Veranstaltungshinweis

  • Berufsfelder für Historiker:innen. Alumni berichten, 18.07.2025

    Berufsfelder für Historiker:innen. Alumni berichten, 18.07.2025

    Berufsfelder für Historiker:innen. Alumni berichten

    Vorträge zu möglichen Berufswegen mit einem Geschichtsstudium

    Was? Virtuelle Berufsorientierung für Geschichtsstudierende
    Wann? 18.07.2025, 14:00 Uhr
    Wo? online via Zoom (Meeting-ID: 695 3298 0476; Kenncode: 022144)

    Geschichte studieren – und dann? Der Berufsorientierungstag bietet Ihnen die Möglichkeit, Einblicke in verschiedene Berufsfelder zu erhalten und soll Anknüpfungspunkte nach dem Geschichtsstudium aufzeigen. Es erwarten Sie interessante Vorträge aus den Berufsfeldern Museum, Öffentlichkeitsarbeit, Erinnerungskultur und Bibliotheksdienst. Die Referent:innen werden zusätzlich noch über Tätigkeiten im Stiftungswesen und als freiberufliche Historiker berichten.

    Programm

    14:15 Grußwort Prof. Dr. Rainer Liedtke (Lehrstuhl für Europäische Geschichte)
    14:30-15:00 Felizitas Raith M.A. (Pädagogische Leitung Max Mannheimer Studienzentrum Dachau)
    15:00-15:30Dominik Nierer M.A. (Freiberuflicher Historiker Gründer Ember History/Referendar Bibliotheksdienst)

    Die Referent:innen werden ihren beruflichen Werdegang nach dem Geschichtsstudium kurz vorstellen und stehen dann für Fragen zur Verfügung. Jeder Vortrag beinhaltet ca. 15-20 Minuten Vorstellung und 10-15 Minuten Fragerunden.

    Über rege Teilnahme freut sich das Institut für Geschichte sowie die Fachschaft Geschichte!

  • Buchvorstellung: Die Konstruktion von Kriminellen. Die Inhaftierung von ‚Berufsverbrechern‘ im KZ Mauthausen, 17.07.2025

    Buchvorstellung: Die Konstruktion von Kriminellen. Die Inhaftierung von ‚Berufsverbrechern‘ im KZ Mauthausen, 17.07.2025

    DEBATTEN UND POSITIONEN ZUR ERINNERUNGSKULTUR

    Zukunft der Erinnerung. Das deutsche Erbe und die kommende Generation

    Dr. Andreas Kranebitter

    Was? Buchvorstellung und Gespräch mit Dr. Andreas Kranebitter
    Wann? 17.07.2025, 18:30 Uhr
    Wo? Evangelisches Bildungswerk Regensburg (Am Ölberg 2, 93047 Regensburg)

    Der NS-Staat inhaftierte Menschen mit unterschiedlichen Begründungen in Konzentrationslagern. So wurden vorbestrafte Personen von der Kriminalpolizei in „Vorbeugungshaft“ genommen und in KZ eingewiesen. Polizei und SS bezeichneten diese Häftlingsgruppe als „Berufsverbrecher“. Nach 1945 galten sie nicht als Opfer – im Gegenteil: Häufig herrschte die Ansicht, dass sie zu Recht im Lager gewesen seien. Über sie wurde nur hinter vorgehaltener Hand gesprochen, sie wurden nicht entschädigt, ihre Schicksale kaum erforscht.

    Wer waren die „kriminellen“ Häftlinge in den Konzentrationslagern? Auf welcher rechtlichen Basis wurden sie deportiert? Wegen welcher Delikte hatten sie Vorstrafen erhalten? Wie wandte die Kriminalpolizei die Bezeichnung „Berufsverbrecher“ an? Welche Rolle spielten sie im Gefüge der „Häftlingsgesellschaft“ in den Lagern?

    Dr. Andreas Kranebitter widmet sich nicht nur der NS-Zeit, sondern zeigt auch, wie die Stigmatisierungen in den (Familien-)Biografien dieser Opfergruppe nach 1945 überdauerten. Mit geschichts- und sozialwissenschaftlichen Konzepten geht der Autor den Biografien von 885 als „Berufsverbrecher“ im KZ Mauthausen Inhaftierten nach. Damit kommt eine bisher kaum beachtete Häftlingsgruppe in den Blick, was auch ein neues Licht auf die Geschichte der NS-Verfolgung und ihre Nachgeschichte wirft.

    Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg und dem Evangelischen Bildungswerk Regensburg e.V. statt und ist Teil des Begleitprogramms zur Ausstellung „Die Verleugneten“, die bis 14. September 2025 in der KZ-Gedenksttätte Flossenbürg besucht werden kann.

  • Filmgespräch: „The Illegals“ (Meyer Levin, 1947), 08.07.2025

    Filmgespräch: „The Illegals“ (Meyer Levin, 1947), 08.07.2025

    „The Illegals“ (Meyer Levin, 1947)

    Filmgespräch mit Alexander Carstiuc und Prof. Dr. Jörg Skriebeleit

    Was? Filmvorführung und -gespräch
    Wann? 08.07.2025, 18:00 Uhr
    Wo? Regina Filmtheater Regensburg (Holzgartenstraße 22, 93059 Regensburg)

    Im Dokudrama „The Illegals“ (1947) folgt Meyer Levin, der als Kriegsberichterstatter für die US-amerikanische Armee das Schicksal der jüdischen Menschen Europas mit eigenen Augen sah, dem Versuch einiger Überlebender, sich im britischen Mandatsgebiet Palästina ein neues Leben aufzubauen. In dem Archivfilm erzählen Betroffene ihre eigene Geschichte, lediglich zwei Mitwirkende sind professionelle Schauspieler*innen.

    Unter der Moderation von Dennis Forster (tätig in der politisch-historischen Bildungsarbeit und hier in Regensburg engagiert gegen Antisemitismus) und Tamara Heger (Wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Amerikanistik, Universität Regensburg) besprechen Alexander Carstiuc (Historiker und Experte für Meyer Levin) und Prof. Dr. Jörg Skriebeleit (Leiter der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg und Co-Direktor des Zentrums Erinnerungskultur der Universität Regensburg) den Film und diskutieren mit dem Publikum.

    Die Veranstaltung ist einen Kooperation zwischen dem REAF (Regensburg European American Forum) und dem Zentrum Erinnerungskultur der Universität Regensburg im Regina Filmtheater.

    Der Eintritt ist frei, um Anmeldung unter reaf@ur.de wird gebeten.
    Der Film ist englischsprachig, die Diskussion findet auf Englisch und Deutsch statt.

  • Buchvorstellung mit Prof. Wolfgang Benz: Zukunft der Erinnerung. Das deutsche Erbe und die kommende Generation, 03.07.2025

    Buchvorstellung mit Prof. Wolfgang Benz: Zukunft der Erinnerung. Das deutsche Erbe und die kommende Generation, 03.07.2025

    DEBATTEN UND POSITIONEN ZUR ERINNERUNGSKULTUR

    Zukunft der Erinnerung. Das deutsche Erbe und die kommende Generation

    Prof. Wolfgang Benz

    Was? Buchvorstellung und Gespräch mit Prof. Wolfgang Benz
    Wann? 03.07.2025, 18:30 Uhr
    Wo? Großer Runtingersaal (Keplerstraße 1, 93047 Regensburg)

    Wolfgang Benz ist emeritierter Professor für Zeitgeschichte und ehemaliger Leiter des Zentrums für Antisemitismusforschung an der Technischen Universität Berlin. In der von Prof. Dr. Jörg Skriebeleit, Direktor des Zentrums Erinnerungskultur und Leiter der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg, moderierten Veranstaltung wird der international renommierte Experte für Holocaust- und Antisemitismusforschung sein neues Buch „Zukunft der Erinnerung. Das deutsche Erbe und die kommende Generation“ vorstellen.

    Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Historischen Verein für Oberpfalz und Regensburg statt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

    Was bleibt 80, 100 Jahre nach dem Ende des Holocaust? Was 1945 begann, wird nicht mit dem Tod der Zeitzeugen enden: die Erinnerungskultur. Aber der Ort des Holocaust in der Geschichte wird sich zunehmend verändern, von Generation zu Generation und je mehr Zuwanderer ins Land kommen. Eine Verpflichtung für die deutsche Politik wird gleichwohl bleiben. Wolfgang Benz schildert das Entstehen der deutschen Erinnerungskultur. Er setzt sich mit Ritualisierung und Bürokratisierung des Gedenkens auseinander und warnt vor selbstgefälliger Zufriedenheit. Er weist der jungen Generation einen Weg, die Last des Nationalsozialismus zu tragen, ohne sich erdrücken zu lassen. Denn klar ist: Das Verbrechen war gigantisch und singulär. Aber nicht jede politische Verpflichtung ist damit zu begründen. (Umschlagtext)

  • Vortrag: Erinnern für alle? Lehr-Lernprozesse an NS-Gedenkstätten in heterogenen Lerngruppen, 11.06.2025

    Vortrag: Erinnern für alle? Lehr-Lernprozesse an NS-Gedenkstätten in heterogenen Lerngruppen, 11.06.2025

    Kolloquium Public History

    Erinnern für alle? Lehr-Lernprozesse an NS-Gedenkstätten in heterogenen Lerngruppen

    Dr. Mareike Witkowski (Universität Oldenburg)

    Was? Vortrag zu Lehr-Lernprozesse an NS-Gedenkstätten in heterogenen Lerngruppen
    Wann? 11.06.2025, 18:00-20:00 Uhr c.t.
    Wo? Vielberth-Gebäude Raum H26 oder digital via Zoom

    Im Kolloquium berichten etablierte Forschende im Bereich Public History und Erinnerungskultur über ihre aktuellen Projekte und Studierende der Public History und Kulturvermittlung stellen ihre Abschlussarbeiten vor. Im Vordergrund steht dabei die Möglichkeit zu Austausch und Diskussion im kollegialen Umfeld. Das Kolloquium ist eine gemeinsame Veranstaltung der Juniorprofessur für Public History und des Zentrums Erinnerungskultur und wird von Prof. Dr. Juliane Tomann geleitet.

  • Vortrag: Hashtag und Hakenkreuz. Konstruktion vergangenheitsbezogener Hate Speech auf TikTok, 04.06.2025

    Vortrag: Hashtag und Hakenkreuz. Konstruktion vergangenheitsbezogener Hate Speech auf TikTok, 04.06.2025

    Kolloquium Public History

    Hashtag und Hakenkreuz. Konstruktion vergangenheitsbezogener Hate Speech auf TikTok

    Vorstellung des Dissertationsprojektes von Andrea Sarah Lorenz M.A. (Universität Hamburg)

    Was? Vortrag zur Konstruktion vergangenheitsbezogener Hate Speech auf TikTok
    Wann? 04.06.2025, 18:00-20:00 Uhr c.t.
    Wo? Vielberth-Gebäude Raum H26 oder digital via Zoom

    Im Kolloquium berichten etablierte Forschende im Bereich Public History und Erinnerungskultur über ihre aktuellen Projekte und Studierende der Public History und Kulturvermittlung stellen ihre Abschlussarbeiten vor. Im Vordergrund steht dabei die Möglichkeit zu Austausch und Diskussion im kollegialen Umfeld. Das Kolloquium ist eine gemeinsame Veranstaltung der Juniorprofessur für Public History und des Zentrums Erinnerungskultur und wird von Prof. Dr. Juliane Tomann geleitet.

  • Ausstellung „Wie erinnern wir? 80 Jahre Weltkriegsende in Erinnerungsstücken“

    Ausstellung „Wie erinnern wir? 80 Jahre Weltkriegsende in Erinnerungsstücken“

    Ausstellung

    Wie erinnern wir?

    80 Jahre Weltkriegsende in Erinnerungsstücken

    Was? Ausstellung zur Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg im Raum Regensburg
    Wann? 02.-25.05.2025, 10:00-16:00 Uhr
    Wo? Historisches Museum Regensburg (Dachauplatz 2-4, 93047 Regensburg)

    Das Ende des Zweiten Weltkriegs jährt sich dieses Jahr zum 80. Mal. Dieses Jubiläum wirft die Frage auf, wie in der Region Regensburg heute des Zweiten Weltkriegs gedacht wird. Geschichtsstudierende der Universität Regensburg starteten im März 2025 einen öffentlichen Objektaufruf, um Erinnerungsstücke mit Bezug zum Weltkriegsende in der Regensburger Bevölkerung für eine Ausstellung zu sammeln.

    Die Geschichten hinter den jeweiligen Objekten stehen im Fokus der Ausstellung. Wie werden Erinnerungen konkret weitergegeben, zum Beispiel innerhalb von Familien? Welche Narrative deutscher Erinnerungskultur scheinen dabei auf? Diesen Fragen gehen die Studierenden anhand der Exponate nach.

    Am Freitag, den 9. Mai findet um 14:30 Uhr eine Kurator*innenführung statt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen! Treffpunkt: Historisches Museum Regensburg, Foyer

    Obwohl die Objektakquise abgeschlossen ist, können potenzielle Leihgebende ihre Erinnerungsstücke gerne weiterhin einbringen. Sprechen Sie das Projektteam dafür einfach während der Öffnungszeiten der Ausstellung an. Eine Kontaktaufnahme ist auch per E-Mail an erinnerungen.rgb@gmail.com möglich.

    Die Ausstellung entstand im Rahmen eines Seminars zu Jubiläen und Gedenktagen und wurde von einer studentischen Projektgruppe des Masterstudiengangs „Europäische Gesellschaften im Wandel – Geschichte“ der Universität Regensburg konzipiert. Sie wird unterstützt von der Professur für Public History unter Leitung von Prof. Dr. Juliane Tomann und wird finanziert durch das Zentrum Erinnerungskultur der Universität Regensburg.

  • Werkstattgespräch: Der 8. Mai 1945 in transnationaler Perspektive, 07.05.2025

    Werkstattgespräch: Der 8. Mai 1945 in transnationaler Perspektive, 07.05.2025

    Werkstattgespräch

    Der 8. Mai 1945 in transnationaler Perspektive

    Algerien, Tunesien, Marokko, Frankreich, Deutschland

    Was? Werkstattgespräch zum 8. Mai 1945 in transnationaler Perspektive
    Wann? 07.05.2025, 10:00-12:00 Uhr
    Wo? Raum VG 0.07 (Vielberthgebäude)

    Am 7. Mai findet das Werkstattgespräch „Der 8. Mai 1945 in transnationaler Perspektive – Algerien, Tunesien, Marokko, Frankreich, Deutschland“ des Zentrums Erinnerungskultur statt.

    Im Mittelpunkt des Vortrages von Prof. Dr. Isabella von Treskow, Carina Ehrnsperger und Dr. Regina Schuhbauer steht der 8. Mai 1945 als Kristallisationspunkt für die unbekannte gemeinsame deutsch-französisch-maghrebinische Geschichte des Zweiten Weltkriegs.

    Prof. Dr. Isabella von Treskow, Carina Ehrnsperger und Dr. Regina Schuhbauer stellen ihr Publikationsprojekt vor, das die Zusammenhänge der Auswirkungen des NS-Regimes, der Vichy-Zeit in Frankreich, der Kolonialgeschichte und der postkolonialen Entwicklung in den Blick nimmt. Wenig bekannt sind nach wie vor die Folgen des NS-Regimes über die Grenzen Europas hinaus. Es gilt, die Auswirkungen des Zweiten Weltkriegs nicht allein in Frankreich und Deutschland, sondern auch im Kontext des Kolonialismus zu sehen. Eine intensive Beschäftigung mit hierzulande weniger bekannten Werken von Albert Memmi, Mouloud Mammeri, Kateb Yacine oder Assia Djebar ermöglicht, die subjektive Perspektive derer kennenzulernen, die sich in den politischen Prozessen zurechtfinden mussten, ihnen ausgeliefert waren und die gegen Unterdrückung und für die Freiheit kämpften, für die Anerkennung der Schwäche des einzelnen Menschen ebenso wie für dessen große Stärke. Literatur in ihrer Unabgeschlossenheit, ihrem Potential für offenes Denken, offene Fragen und die Evokation von Gefühlen erweist sich als Begegnungsraum für das Wissen um Ambivalenzen, um emotionales Erkennen und rationale Erkenntnis, die uns für ein solidarisches Zusammenleben in der Zukunft ermutigt.

  • Vortrag: The Long Way to Gender Inequality: Gender Pay Differences in Germany (1871-2001), 05.02.2025

    Vortrag: The Long Way to Gender Inequality: Gender Pay Differences in Germany (1871-2001), 05.02.2025

    Vortragsreihe Wirtschafts- und Sozialgeschichte

    The Long Way to Gender Inequality: Gender Pay Differences in Germany,
    1871-2021

    Theresa Neef (DIW Berlin)

    Was? Vortrag zur Entwicklung des Lohnverhältnisses zwischen Frauen und Männern in Deutschland seit 1871
    Wann? 05.02.2025, 18:00-20:15 Uhr
    Wo? Raum PT 1.06

    This paper provides the first time series of the gender pay ratio in Germany since 1871, comparing developments with Sweden and the U.S. Despite slow progress during the industrialization period,the early 20th century saw significant leaps. Germany’s pay ratio climbed from 47% in 1913 to58% in 1937, paralleling increases in Sweden and the U.S. Improved female education and the expanding white-collar sector contributed to pay convergence. However, Germany’s focus on vocational training slowed women’s educational advancement compared to the U.S. Women transitioning from low-paid agricultural to higher-paid white-collar jobs primarily drove the gender pay ratio increase in Germany. The postwar period exhibited diverging trends due to different economic conditions and policies in Germany, Sweden, and the U.S.

    Das vollständige Programm der Vortragreihe zum Download:

  • Vortrag: Krisen und Konjunktur, 29.01.2025

    Vortrag: Krisen und Konjunktur, 29.01.2025

    Vortragsreihe Wirtschafts- und Sozialgeschichte

    Krisen und Konjunktur. Demographische Entwicklung und materieller Lebensstandard in Regensburg zwischen Spätmittelalter und Industrialisierung

    Sebastian Pößniker (Universität Regensburg)

    Was? Vortrag zur demographischen Entwicklung und zum materiellen Lebensstandard in Regensburg zwischen Spätmittelalter und Industrialisierung
    Wann? 29.01.2025, 18:00-20:15 Uhr
    Wo? Raum PT 1.06

    Konnte ein Taglöhner im Jahr 1500 mit acht Pfenning für einen Tag Arbeit und 300 Jahre später
    mit 15 Kreuzer in Regensburg ein auskömmliches Leben führen, auch in Krisenjahren? Um derartige
    Fragen zu beantworten, bedient sich die Forschung des Konzeptes von Reallöhnen. Die Konjunktu-
    ren der Krisenereignisse „alten Typs“ der vormodernen Lebenswelt lassen sich besonders illustrativ
    für historische Bevölkerungen am Beispiel von Mortalitätskrisen bei der Analyse des Lebens-
    standards aufzeigen. Daher werden anhand der einzigartigen Überlieferungsdichte Regensburgs
    mit mehreren grundlegend neuen Datensätzen im Rahmen des Vortrags ein Augenmerk auf das
    malthusianische (Un-) Gleichgewicht, die seit 1542 synchron erfassten Bewegungsmassen zu
    Geburten, Heiraten und Todesfällen und Maßnahmen zur Regelung des sozioökonomischen Lebens
    in Regensburg, wie etwa durch Lohn- und Preiskontrollen, gerichtet.

    Das vollständige Programm der Vortragreihe zum Download: